Ärzteschaft fordert Abschaffung des Heilpraktiker-Berufs

Anscheinend sieht ein Teil der Ärzteschaft seine “Felle davonschwimmen”. Anders ist es kaum zu verstehen, dass eine “Experten-Gruppe” dem Deutschen Ärzteblatt nach eine Abschaffung des Berufsbildes Helpraktker fordert.
Eine immer größere Anzahl an Bundesbürgern nimmt zusätzlich zu schulmedizinischen Leistungen die Behandlung durch Heilpraktiker in Anspruch.

Eine Aufwertung des Berufsbildes "Heilpraktiker" würde nicht schaden.

Ärzte üben Kritik am Berufsbild Heilpraktiker

Die Kritiker sehen das Wohl von Patienten durch angeblich schlecht qualifizierte Heilpraktiker gefährdet. Man kritisiere, dass sich Alternativmediziner nach einer, verglichen mit einem Medizinstudium deutlich kürzeren, medizinischen Ausbildung staatlich anerkannter Heilpraktiker nennen dürfen. Dies erwecke zudem den Eindruck, dass die Qualifikation eines Heilpraktikers der eines Arztes mit jahrelangem Universitätsstudium gleichwertig sei.

Kritik begründet oder unbegründet?

Die Anforderungen zur Ablegung der Prüfung zu Heilpraktikers sind natürlich geringer als die Anforderungen an ein jahrelanges Medizinstudium. Trotzdem üben viele Heilpraktiker ihre Tätigkeit jahrelang zur Zufriedenheit vieler Patienten aus, die den fehlenden Zeitdruck in deren Praxen durchaus zu schätzen wissen.
Heilpraktiker haben heutzutage einen maßgeblichen Anteil an der medizinischen Versorgung der Bevölkerung insbesondere als Ergänzung zur Schuldmedizin.

Die Kritiker führen Beispiele an, in denen Heilpraktiker fahrlässig den Tod von Patienten verursacht hätten, da diesen von einer schulmedizinischen Krebstherapie abgeraten wurde. Es gibt aber sicher auch zahlreiche Beispiele von Ärzten, die Behandlungsfehler begangen haben.

Besser Aufwertung des Berufsbildes “Heilpraktiker”

Eine Abschaffung des Berufes Heilpraktiker kann nicht im Sinne des Wohls der Bevölkerung sein. Man sollte aber durchaus über eine Aufwertung des Heilpraktikers durch ein gesetzlich vorgeschriebenes und vereinheitlichtes Ausbildungssystem bzw. einer schulischen oder akademischen Ausbildung und klaren Prüfungsvorgaben zum “staatlich geprüften Heilpraktiker” nachdenken.

Dies würde insbesondere den Heilpraktikern Vorteile verschaffen, die verantwortungsbewusst und mit großer fachlicher Kompetenz ihre Patienten behandelt, denn unbestritten gibt es unter Heilpraktikern durchaus den ein oder anderen “Scharlatan”, was der Berufsehre des Heilpraktikers derzeit zum Nachteil gereicht.

Auch die Pflicht zum Abschluss einer Berufshaftpflicht, wie diese auch für andere freie Berufe bereits vorgeschrieben ist sollte zum Schutz der Patienten eingeführt werden. Die Forderung einer Abschaffung des Heilpraktikers ist jedoch in keiner Weise zielführend und offenbart nur die Angst und Schwächen der Schulmedizin, die es offenbar nicht schafft einen Großteil der Patienten zu erreichen.

Ferner sollte nach einer Aufwertung des Heilpraktikers auch die Möglichkeit geschaffen werden, dass mehr Kosten von den Krankenkassen für Heilpraktikerbehandlungen übernommen werden. Derzeit ist dies fast ausnahmslos nur über eine private Heilpraktikerversicherung möglich.

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